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Hier finden Sie eine Auswahl an Presseberichten aus den letzten Jahren.

 

Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  28. Juni 2009


Das Vogler-Quartett beim Abschluss der Kindermusiktage

Von Johannes Mundry

KASSEL Wieder eine Überraschung aus der Feder des Kasseler Musikheros Louis Spohr: Gut hundert Zuhörer wurden beim Abschlusskonzert der Nordhessischen Kindermusiktage in der Kasseler Halle der E.on Zeugen einer Aufführung des "Quartettkonzerts", also eines Stücks für Streichquartett und Orchester. Das Vogler-Quartett spielte in diesem funkelnden, durchweg auf Effekt ausgerichteten Zwanzigminutenstück zusammen mit dem Orchester der Musikakademie, das an Stelle seines erkrankten Direktors Hans-Dieter Uhlenbruck von dem australischen Dirigenten Thomas Rimes geleitet wurde, der als Solokorrepetitor am Staatstheater tätig ist. Und das Orchester schlug sich recht gut, auch wenn sein Part eher dienend ist und keine allzu großen Schwierigkeiten bietet. Die gibt es beim Streichquartett in umso größerer Zahl. Vor allem der Schlusssatz ist für alle vier ein Spießrutenlauf durch technische Finessen, den sie mit nur geringen Verlusten auf bewundernswerte Weise durchmusizierten. Sie hatten alle Saiten voll zu tun.








Konzentriertes Spiel:
Das Vogler-Quartett mit (von links) Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck.
Foto: Schachtschneider

Vor der Pause hatte das Vogler-Quartett (Tim Vogler, Frank Reinecke, Stefan Fehlandt, Stephan Forck) noch einen normalen Auftritt. Aber was heißt schon normal, wenn zwei so gewichtige Werke wie Haydns "Reiter-Quartett" und Schumanns Quartett in A-Dur op. 41/3 auf den Pulten liegen? Eine interessante Kombination ergab sich so, denn beide widerlegen Vorurteile: Haydn das der unbeschwerten Klassik, Schumann das der verträumten Romantik.

Jedes der Quartette demonstriert auf seine Weise Brechungen, Widersprüche, Verwerfungen. Und die Voglers wussten dieses Potenzial zu bergen, beschönigten nicht bei Haydn, glätteten nicht bei Schumann. Hohe Quartettkunst entstand so, Interaktion zwischen vier Musikern, die auf der Basis unzweifelhafter technischer Perfektion aus dem Moment heraus eine bedeutende Interpretation schufen, als seien die Objekte ihres Spiels ganz neu.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  25. Juni 2009


















Foto: Kühling

Türkis, grün und orange sind die Nachtgewänder, die die Jungen und Mädchen der 2 b tragen. Gemeinsam räkeln sich die Kinder der Elgershäuser Grundschule auf ihren Kopfkissen zur Musik des Berliner Vogler-Quartetts. Tim Vogler (hinten von links), Frank Reinecke, Stefan Fehlandt und Stephan Forck proben mit der Klasse für einen Auftritt im Rahmen der Kindermusiktage. Ausgedacht haben sich das Stück Schüler der Jacob-Grimm-Schule Kassel. Zu hören und zu sehen ist die Gruppe am heutigen Freitag ab 18 Uhr bei E.on-Mitte, Monteverdistraße 2, in Kassel sowie am Samstag, 27. Juni, ab 10.30 Uhr in der Jacob-Grimm-Schule in Kassel. Im Anschluss an die Probe gab das bekannte Vogler-Quartett noch ein Konzert in der Sporthalle. Da durften dann alle Schüler der Grundschule dabei sein.
(sok)

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  19. Juni 2009


Wettbewerb der Kulturstiftung der Länder für Schulklassen - Erstmals Sieger in Hessen.

Kassel. "Kinder zum Olymp" heißt der Wettbewerb der Kulturstiftung der Länder für Schulklassen, die mit einem Künstler oder einer Institution ein kulturelles Projekt verwirklichen. Im Wettbewerb 2009 haben die Schüler der Kasseler Auefeldschule den Olymp erklommen.

In der Sparte Grundschulen/Musik komponierte und musizierte die Klasse 2a unter der Leitung des Musikpädagogen Andreas Rubisch und der Komponistin Christine Weghoff von der Universität Kassel den Beitrag "Strömung - Störung für Saiteninstrumente und Streichquartett", der im Juni 2008 während der Nordhessischen Kindermusiktage zusammen mit dem renommierten Vogler Quartett aufgeführt wurde.

Damit erhielt erstmals seit Bestehen des Wettbewerbs ein hessisches Musikprojekt diese Auszeichnung. Die Preisverleihung wird am 21. September im Konzerthaus Berlin stattfinden.

Das Projekt "Strömung - Störung für Saiteninstrumente und Streichquartett" erstreckte sich über einen Zeitraum von gut sechs Monaten. Im Dezember 2007 konnten die Kinder in zwei Doppelstunden erste Erfahrungen mit dem Instrumentarium (Psalter, Scheithölzer, Fideln, Gamben) machen.

Aufbauend auf diesen Klangerfahrungen fand die Hauptarbeitsphase im Februar 2008 an drei Tagen statt. Im Mai 2008 wurden zwei Vorbereitungsproben für die Festivalwoche abgehalten und während der Nordhessischen Kindermusiktage (26. bis 29. Mai 2008) probten die Kinder an zwei Tagen jeweils etwa 60 Minuten mit dem Vogler Quartett.

Formal sollte sich die Komposition an dem 3. Satz des 1. Streichquartetts von Leos Janacek anlehnen. In dieser Komposition wird eine melodiöse Linie immer wieder durch jähe Einwürfe gestört. Bei dem Erkunden der Klangmöglichkeiten standen den Kindern verschiedene Utensilien zur Verfügung: Tischtennisbälle, Walnüsse, Stifte, Bottlenecks, Plektren, Geldstücke. Am 26. Mai 2008 war es endlich soweit: Die vier Musiker, die die Kinder bisher nur vom Foto, das an der Wand des Klassenraums hing, kannten, besuchten die Klasse für eine erste Probe. Der Höhepunkt für alle Beteiligten war die Aufführung der Komposition im Rahmen des Schülerkonzertes während des Festivals.

Nach dem im März an Christine Weghoff und Olaf Pyras verliehenen "junge ohren preis" für herausragende Konzert- und Musiktheaterprojekte im Bereich Musikvermittlung ist der Erfolg im Wettbewerb "Kinder zum Olymp" bereits die zweite Auszeichnung, die in diesem Jahr an das Institut für Musik der Universität Kassel geht. Mit den Nordhessischen Kindermusiktagen kooperiert das Institut für Musik seit mehreren Jahren auf vielfältige Weise erfolgreich. Neben Referententätigkeiten von Lehrenden bei öffentlichen Veranstaltungen im Rahmenprogramm ist es zur guten Tradition geworden, dass Schulpraktika im Zusammenhang mit den Kindermusiktagen organisiert werden. Auch der prämierte Beitrag war mit einem für alle Studierenden offenen
Vorbereitungsseminar und einem Begleitseminar in das Lehrveranstaltungsangebot des Instituts eingebunden.
(bea)
Informationen zum Wettbewerb und Wettbewerbsbeitrag unter:
www.kinderzumolymp.de/Wettbewerb.aspx

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine, Verlagsbeilage: Region und Vision   –  18. Juli 2008 

Innovative Ideen für Nordhessen


Von Ilona Polk
 
In die Aula des Friedrichsgymnasiums (FG) in Kassel strömt ein halbes Dutzend Grundschulklassen. Kinderstimmen und Gelächter füllen den Saal. Als die Mitglieder des Schulorchesters und vier Musiker mit Streichinstrumenten ihre Plätze vor der Bühne einnehmen, werden die Neun- bis Zehnjährigen mucksmäuschenstill. Die Grundschüler folgen gebannt einer Theateraufführung mit musikalischer Begleitung im Rahmen der 4. Nordhessischen Kindermusiktage. An diesen vier Tagen fügen sich Projekte zusammen, die wochenlang in Schulen der Region Kassel vorbereitet wurden.

Hinzu kommen vier international tätige Musiker, die mit den Kindern musizieren, ihre Tanz- und Theaterprojekte musikalisch begleiten und offensichtlich einen Riesenspaß dabei haben. Gemeint ist das renommierte international tätige Vogler Quartett, bestehend aus Tim Vogler (1. Geige), Frank Reinecke (2. Geige), Stefan Fehlandt (Bratsche) und Stephan Forck (Cello).

   Schulhof meets Schulhoff: Zu diesem Thema der 4. Kindermusiktage führten Siebtklässler ein Theater-stück auf, mit dem sie Grundschülern den Komponisten Erwin Schulhoff nahe brachten. Begleitet wurden sie vom Vogler Quartett.       Fotos: Polk


Schulhoff meets Schulhof:
Zu diesem Thema der
4. Kindermusiktage führten Siebtklässler ein Theater-stück auf, mit dem sie Grundschülern den Komponisten Erwin Schulhoff nahe brachten.
Begleitet wurden sie vom Vogler Quartett.     

Fotos: Polk

Hochkarätige Musiker

Die Kindermusiktage gehen auf Initiative von Dr. Tamara Lehmann zurück. Sie führt gemeinsam mit ihrem Ehemann eine Landarztpraxis in Schauenburg. Von Kindesbeinen an spielte sie Cello. „Die Beschäftigung mit Musik habe ich stets als beglückend und zutiefst befriedigend empfunden", sagt Lehmann. Der Besuch eines Konzerts des Vogler Quartetts begeisterte sie derartig, dass sie beschloss, dieses für sie herausragende Erlebnis weiter zu tragen. Sie sprach das Quartett an.

Die Profi-Musiker hatten in Irland Erfahrungen mit dem Aufbau einer regionalen Musikszene gesammelt. Es entstand nun die Idee, Kindermusiktage zu veranstalten und klassische Musik Kindern zu vermitteln, die sonst keinen Zugang dazu haben.

"In den neuen Medien bleiben die Kinder außen vor, sie sind bei Computerspielen und ähnlichem nicht als Person beteiligt", sagt Lehmann. „Ich möchte den Kindern die Tür öffnen zu einer faszinierenden, lebensbeglückenden Welt." Durch die unmittelbare Beschäftigung mit Musik will sie das Gefühl stärken, selbst dabei zu sein. In der Musik sollen die Kinder Ausdrucksmöglichkeiten für ihre Emotionen entdecken.

Lehmann fragte zunächst an regionalen Grundschulen an. Bei den ersten Kindermusiktagen im Frühjahr 2005 wirkten sieben Schulen aus dem Raum Kassel mit. "Grimms Märchen" war das Thema mit regionalem Bezug.

Die Schulen gehen stets fächerübergreifend an die Umsetzung der Themen heran. Starre Vorgaben gibt es nicht. Da komponieren Musik-Leistungskurse Stücke, welche die Musik in die Welt von Grundschülern transportieren, in denen die Geige wie eine Katze und die Flöte wie der Hahn klingen. Die Grundschüler wiederum studieren einen Tanz dazu ein.

Am Tag der Uraufführung stehen sie mit den Musikern des Vogler Quartetts auf einer Bühne, die sie musikalisch begleiten. Und in aufwändig gestalteten Ausstellungen von Deutsch- oder Geschichtskursen können sie sich über Hintergründe informieren. "Die Lehrer an unseren Schulen leisten Großartiges", sagt Lehmann, bei der die Fäden zusammen laufen.

Nach dem Konzert: Dr. Tamara Lehmann bedankt sich bei Stephan Forck, dem Cellisten des Vogler Quartetts




Nach dem Konzert:
Dr. Tamara Lehmann bedankt sich bei
Stephan Forck, dem Cellisten des Vogler Quartetts.

Neben der schulübergreifenden Zusammenarbeit ist ihr eine regionale Vernetzung gelungen. Musikpädagogen der Universität Kassel begleiteten das Projekt von Anfang an. Die Eingangshallen von E.ON und der Kasseler Sparkasse wurden bereits zu Konzertsälen.

„Das Abschluss-Konzert des Vogler Quartetts ist meine Belohnung", sagt Lehmann. Und vielleicht auch Dankes-Briefe der Schüler nach der Theateraufführung.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  31. Mai 2008

Vogler-Quartett mit Gast: (von links) Frank Reinecke, Stephan Forck, Jascha Nemtsov, Tim Vogler und Stefan Fehlandt.   Foto: Malmus




Vogler-Quartett mit Gast: (von links) Frank Reinecke, Stephan Forck, Jascha Nemtsov, Tim Vogler und Stefan Fehlandt. 

Foto: Malmus


Das Vogler-Quartett und Jascha Nemtsov spielten Schulhoff, Janácek und Dvorak

Von Werner Fritsch

KASSEL. Zum Ende der Nordhessischen Kindermusiktage wartet auf Kassels Musikfreunde immer ein besonderes Konzertvergnügen. Das Vogler-Quartett, das sich vier Tage lang bei vielfältigen Schülerprojekten engagiert hat, gibt dann einen Kammermusikabend.

Tschechische Musik war diesmal das Thema der Kindermusiktage – und auch des Kammerkonzerts. Zu erleben war, wie vier Streicher innerhalb einer Zehntelsekunde auf Betriebstemperatur kommen. Mit einem scharf rhythmischen Unisono-Motiv erzeugt Erwin Schulhoff (1894–1942) in seinem ersten Streichquartett Spannung quasi aus dem Nichts. Und erst nach vier sehr intensiven Sätzen entlässt Schulhoff – und entließ das Vogler-Quartett – die Zuhörer aus dieser Spannung.

Der als entartet verfemte Komponist, der in einem deutschen Internierungslager ums Leben kam, war die große Entdeckung dieser Tage. Manches klingt wie Mahler, etwa auch der Beginn des zweiten Satzes. Aber wo bei Mahler die Idylle brüchig wird, ist sie bei Schulhoff bereits zerstört.

Zerstörung ist auch das Thema in Leos Janáceks Streichquartett "Kreutzersonate" nach Leo Tolstois gleichnamigem Eifersuchtsdrama. Wie etwa im dritten Satz die zweite Violine und die Viola fast gewalttätig in das Melodiegespinst von erster Violine und Cello hineinfahren, ist ein verstörender Eindruck.

Erst recht, wenn diese Musik von einem hoch energetischen Ensemble wie dem Vogler-Quartett gespielt wird. Denn die vier Ausnahmekönner Tim Vogler, Frank Reinecke (Violinen), Stefan Fehlandt (Viola) und Stephan Forck (Violoncello) leuchten die Musik mit äußerster motivischer Prägnanz und tonlicher Dichte aus.

Noch deutlicher wurde dies im Kontrast zum Pianisten Jascha Nemtsov, der nach der Pause Partner der vier bei Antonin Dvoraks Klavierquintett op. 81 war. Mit zurückhaltendem Spiel und etwas viel Pedal ließ Nemtsov manche Konturen verschwimmen, die von den Streichern mit klarem Strich gezogen wurden. Am Ende dennoch einhelliger Jubel in der Schalterhalle der Kasseler Sparkasse.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  30. Mai 2008


Das Schülerkonzert der Kindermusiktage
Von Johannes Mundry

Kassel. Mit dem Schülerkonzert im E.ON-Gebäude hatten die 4. Nordhessischen Kindermusiktage ihren ersten Höhepunkt. Vier musikalische Arbeiten gab es diesmal, Ergebnisse langer Vorbereitung. Das Prinzip der Aktionen, die in ihrer Komplexität weit von Kinderkonzerten entfernt sind, ist gleich geblieben: Große arbeiten mit Kleinen und für Kleine, und jeder bringt ein, was er am besten kann.

Als Quartett guter Geister waren wieder die Musiker des Vogler-Quartetts dabei. Zum Beispiel bei einem Projekt, bei dem Zweitklässler der Auefeldschule auf besonderen Streichinstrumenten gemeinsam mit den vier Profis auftraten. Die Voglers spielten Bruchstücke aus dem Quartett "Kreutzer-Sonate" von Janácek. Dazu hatten sich die Schüler eine eigene Partitur ausgedacht, aus der Simon Rubisch dirigierte, als käme er von einem Meisterkurs bei Simon Rattle. Hohe Konzentration bei allen ergab eine beeindruckende Klangsphäre, die Janáceks Musik ergänzte.

Volle Konzentration: Zweitklässler der Auefeldschule.  Foto: Fischer






Volle Konzentration:
Zweitklässler der Auefeldschule.

Foto: Fischer

Darstellendes Spiel kam beim Märchen vom Feuervogel und dem Feuerfuchs hinzu. Viertklässler aus Elgershausen spielten das Stück, das Oberstufenschüler der Jacob-Grimm-Schule für sie eingerichtet hatten. Die Musik dazu kam vom Vogler-Quartett (Erwin Schulhoffs 1. Streichquartett) und einer Streichergruppe der Grundschule. Wo immer es möglich war, mischten sich die Kleinen gekonnt in den Vortrag der Profis ein.

Der aus Kassel stammende Malte Mekiffer, der in Düsseldorf Musik studiert, hat für die Streicherklasse 6 der Lichtenberg-Schule "Vier Komplexionen" komponiert, die mit Ligeti und Bach spielen, aber auch Raum für die Kenntnisse der Schüler lassen. Ein Satz auf leeren Saiten zum Beispiel klang gar nicht eintönig.

Zum Schluss spielte das Hauptorchester des Friedrichs-Gymnasiums zwei Sätze der zweiten Sinfonie von Schulhoff. Spielfreude, Witz und klassische Attitüde des Werks wurden prima aufgenommen. Großer Beifall für die originellen Beiträge aller Akteure.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  22. Mai 2008


Die Nordhessischen Kindermusiktage gehen von Montag an in die vierte Runde

Von Werner Fritsch
 
Kassel. Am Montag werden in Kassel zum vierten Mal die Nordhessischen Kindermusik­tage eröffnet. Begonnen ha­ben sie allerdings schon vor Monaten. Denn die vier inten­siven Tage, an denen zahlrei­che Schulklassen aus der Regi­on mit dem international re­nommierten Vogler-Quartett zusammen ihre Projekte reali­sieren, wären ohne intensive Vorbereitung nicht denkbar.

Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr tschechische Komponisten. Die besondere Aufmerksamkeit gilt Erwin Schulhoff (1894-1942), der sein Leben in einem NS-Inter­nierungslager verlor und der danach lange vergessen war. „Schulhoff meetsSchulhof“ lautet dazu das Motto.

Ein anspruchsvolles Pro­gramm für die von der Schau­enburger Ärztin Dr. Tamara Lehmann ins Leben gerufenen Kindermusiktage. Deren zen­trales Anliegen ist es, beson­ders Kinder ohne Vorkennt­nisse und Erfahrungen mit klassischer Musik zu errei­chen und Freude an dieser Mu­sik zu wecken.

Erfolgreich waren die Kin­dermusiktage in den vergan­genen drei Jahren mit ihrem Konzept, Oberstufen- und Grundschulklassen mit pro­fessionellen Spitzenmusikern in gemeinsamen Projekten und Kinderkonzerten zusam­menzuspannen.

So fing es an: Stephan Forck, Cellist des Vogler-Quartetts, 2005 mit Schülern der Friedrich-Ebert-Schule Baunatal.  (Archivfoto: Schoelzchen)






So fing es an: Stephan Forck, Cellist des
Vogler-Quartetts, 2005 mit Schülern der
Friedrich-Ebert-Schule Baunatal.

(Archivfoto: Schoelzchen)

Sechs Projekte haben Schu­len, Musikschulen, Musikstu­dierende und Tanzschüler in diesem Jahr erarbeitet, die am Mittwoch im Schülerkonzert vorgestellt werden. Beispiels­weise hat der Grundkurs Deutsch/11 der Jacob-Grimm-Schule gemeinsam mit der Klasse 4b und der Streichergruppe der Grundschule Bau­natal-Elgershausen eine Auf­führung des tschechischen Märchens ,,Der Feuervogel und der Feuerfuchs“ zu Musik von Erwin Schulhoff vorbereitet.

Bereits Zweitklässler sind mit dabei: Die Klasse 2a der Auefeldschule hat zusammen mit Musikpädagogen und Stu­dierenden der Uni Kassel eine ,,Musik für Streichquartett und Saiteninstrumente“ ent­wickelt. Aber auch Oberstu­fenschüler machen mit: Das Hauptorchester des Friedrichsgymnasiums wird zwei Sätze aus Erwin Schulhoffs zweiter Sinfonie spielen.

In der Matinee am Donners­tag, 29.5., zu Erwin Schulhoff wird das Vogler-Quartett die Musik des Komponisten in zwei Workshops vorstellen. Schüleraufführungen, eine Tanzvorführung, ein Vortrag von Prof. Dr. Jan Hemming (Uni Kassel) und eine von der Geschichtswerkstatt erarbei­tete Ausstellung machen mit Schulhoff, aber auch mit der von den Nazis als,,entartet“ verfemten Musik vertraut.

Auch diesmal wird das Vog­ler-Quartett wieder junge Streichquartette unterrichten. Und zum Abschluss bestreitet das Ensemble schon traditio­nell ein vom Kammermusikverein veranstaltetes Konzert. Diesmal mit dem Pianisten Ja­scha Nemtsov als Gast.

,,Meine Schüler sind seither andere Menschen“,stellte die Elgershäuser Lehrerin Ulrike Biering nach den Kindermu­siktagen vor zwei Jahren fest. Inzwischen macht das nordhessische Modell Schule. In Bayern gibt es ebenfalls be­reits Kindermusiktage, andere Bundesländer wollen nachzie­hen. Träger ist der Verein QuArt@Kindermusiktage e.V. www.kindermusiktage.org

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FONO FORUM  –  Mai 2008


Wie begeistert man Grundschüler für klassische Musik? Eine Frage, auf die das Vogler-Quartett im Rahmen der Nordhessischen Kindermusiktage eine ganz eigene Antwort gefunden hat. Wie diese
lautet und ob sie zum Erfolg führt, hat Werner Fritsch herausgefunden ...

Den kompletten Artikel können Sie hier als PDF-Dokument öffnen (in neuem Fenster)

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(k) Kulturmagazin, Kassel, Mai/Juni 2008

Kindermusiktage Ende Mai


Wann sind sie denn wieder? Die „Nordhessischen Kindermusiktage sind zur festen Institution in Kassel und darüber hinaus geworden, und schon seit Längerem laufen in Schulen der Stadt und der Umlandgemeinden die Vorbereitungen für die vierte Ausgabe. Die Idee der Ärztin Tamara Lehmann, in einem künstlerisch-kreativen Netzwerk ältere und jüngere Schüler zusammen mit den Profis des Vogler Quartetts Projekte erarbeiten zu lassen, die alle Beteiligten fordern und fördern, hat offensichtlich künstlerische Energie freigesetzt. Und ist inzwischen auch zum Exportobjekt geworden, denn ein eigens dafür gegründeter Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, die Idee weiterzutragen.

Ambitionierte Projekte

In diesem Jahr steht tschechische Musik im Mittelpunkt. Nein, nicht die „Moldau" und nicht die „Slawischen Tänze", sondern deutlich komplexere Musik, zum Beispiel Streichquartettwerke des unter den Nazis umgekommenen deutsch-tschechischen Komponisten Erwin Schulhoff. Sie werden mit dem bekannten tschechischen Märchen vom Feuervogel und dem Feuerfuchs zusammengeführt. Oberstufenschüler der Jakob-Grimm-Schule erarbeiten ein Stück für Grundschüler aus Elgershausen sowie eine Streicherklasse der Musikschule Baunatal und sorgen für den theoretischen Überbau.

Quartett. Kinderzeichnung, entstanden bei den Nordhessischen Kindermusiktagen.

Nicht minder ambitioniert ist ein anderes Projekt, bei dem Musikstudenten der Uni Kassel auf der Basis eines Satzes aus dem 1. Streichquartett von Leos Janacek eine Komposition schreiben, die dann von Zweitklässlern der Auefeldschule Kassel aufgeführt wird.

Neu ist diesmal eine öffentliche Matinee im Friedrichsgymnasium. Hier wird das Thema Erwin Schulhoff in verschiedenen Aufgabenstellungen angepeilt. Ein kleines Musiktheater führt in die Jugend des Komponisten, und die Geschichtswerkstatt des Gymnasiums stellt die Ergebnisse ihrer Recherchen vor, ehe ein Tanzworkshop wieder Musik bietet.

Wie schon üblich, spielt das Vogler-Quartett, das vorher eine ganze Woche lang von Schule zu Schule geeilt ist, um Kinder mit ihren Instrumenten und dem Streichquartett als Komposition vertraut zu machen, zum Abschluss der Kindermusiktage ein "ganz normales" Konzert mit Werken von Schulhoff, Janacek und Dvorak.

Johannes Mundry

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Frankfurter Allgemeine Zeitung  –  27. Juni 2007


Tamara Lehmanns Idee der Kindermusiktage macht Schule

cpm. KASSEL. Tamara Lehmann liebt die Musik. Das Wohnzimmer der Familie, die mit zwei Kindern und fünf Katzen in der früheren Stallung eines alten Gutshofes in Hoof bei Kassel lebt, gleicht einem Studio. Die Familie feiert jährlich Brahms' Geburtstag, und Lehmanns spielen mit Freunden im Kasseler Tanzorchester "Seidenes Strümpfchen". Ja, in der Jugendzeit habe sie häufig musiziert, sagt die Ärztin, die mit ihrem Mann gemeinsam eine Praxis betreibt. Aber während des Studiums und später im Beruf habe es an der Zeit gefehlt. Dann, vor fünf Jahren, "haben die Voglers mich wachgeküsst". Gleich vier Prinzen auf einmal sei sie in einem Konzert des Vogler Quartetts im saarländischen Homburg begegnet. Die Musik habe sie beglückt, habe Lebensfreude in ihr geweckt. Tamara Lehmann, die in ihrem Beruf sowohl in der Praxis als auch als Betriebsärztin nicht nur glücklichen Menschen jeden Alters begegnet, wollte die Freude, die sie erfahren hatte, anderen schenken. Sie wollte Kindern die Begegnung mit der Musik und mit dem Vogler Quartett ermöglichen. Sie sprach die Musiker an, ob sie bereit wären, nach Kassel zu kommen. Diese willigten sogleich ein, und Tamara Lehmann begann, ihr Konzept der Nordhessischen Kindermusiktage zu entwickeln, die noch bis zum 30.Juni in diesem Jahr zum dritten Mal stattfinden.

Im Projekt arbeiten 60 bis 70 Grund- und Oberstufenschüler, aber mittlerweile auchStudenten zusammen. Die Größeren bearbeiten ein Thema während des ersten Schulhalbjahres im Unterricht, während des zweiten Halbjahres üben es die Kleineren ein. Zum Ende desSchuljahres kommt das Vogler Quartett für eine knappe Woche nach Kassel, probt mit den Schülern und führt die Stücke mit ihnen auf. Tamara Lehmann führt in diesem Projekt Kinder aus unterschiedlichen Dörfern, Vororten und Stadtteilen zusammen. In Homburg an der Saar hatte Tamara Lehmann beobachtet, wie Jugendliche auf das Vogler Quartett reagierten. Unter den Zuhörern waren erkennbar auch solche, die nicht hatten kommen wollen, sondern müssen. Dann aber seien alle von der Musik wie gebannt gewesen. Damit wurde Exzellenz zu einem Kern des Konzepts der musikbegeisterten Mutter. Es brauche sehr gute Musiker, weil die Kinder sogleich darauf reagierten, wenn die Spannung nachlasse: "Es muss schon sehr packend sein, was die Musiker bieten, damit der Funke überspringt". Zudem seien die Profi-Musiker "nicht störbar, auch wenn ein Handy klingelt oder wenn sich zwei Schüler einmal keppeln".

Es war nicht schwer, Schulen und Lehrer für das Projekt zu gewinnen, "denn ich brachte nur Arbeit mit und kein Geld". Diejenigen, die sich und ihre Schüler fordern und fördern wollten und die sich darauf freuten, endlich einmal wieder begeisterten Musikern zu begegnen statt schwer zu interessierenden Schülern, die willigten ein. Der Kammermusikverein Kassel trat als Veranstalter auf. Er übernahm das Honorar für die ersten Nordhessischen Kindermusiktage. Für die restliche Finanzierung sorgte Familie Lehmann. Sie war bereit, eine Ausfallgarantie zu übernehmen,während Tamara Lehmann parallel nach Unterstützern suchte. Im ersten Jahr brachte sie 5000 Euro aus eigener Tasche auf, im zweiten 3500 Euro: "Ich könnte statt der Voglers natürlich selbst spielen. Dann wären auch alle dankbar, vor allem dann, wenn ich aufhörte."

Nun hat Tamara Lehmann für dieses Jahr genug lokale Sponsoren beisammen: "Wenn du es einmal auf die Beine gestellt hast, dann läuft es, denn für Kinderkulturförderung setzen sich viele ein." Eine Geigerin aus einem Münchner Vorort übernahm das Konzept aus Kassel bis hin zum Werbematerial, das wiederum die Kasseler Walter-Hecker-Schule für die Nordhessischen Musiktage entwickelt hatte. Instrumentalpädagogen, die Musikschule Baunatal und das Institut für Musik der Universität Kassel sind Kooperationspartner, aber auch die Musikakademie Kassel, die Abteilung für Neurologie des Klinikums Kassel und eineTanzschule nahmen teil.

Tamara Lehmann hat die Vision, in jedem Bundesland in den nächsten zehn Jahren fünf Kindermusiktage auf den Weg zu bringen. Sie sucht nach Ensembles, Sponsoren und Organisatoren in anderen Städten. Sie sieht das Konzept als Beitrag, den Begriff der Leitkultur, der bislang Wischiwaschi sei, mit Inhalten zu füllen. Tamara Lehmann verlangt nach Anstrengung und Durchhaltevermögen, sei es in der Organisation solcher Musiktage oder in der Vorbereitung der Aufführungen durch die jungen Musiker, welche die Profis staunend fragten, wie lange sie übten, um eine solche Perfektion zu erreichen. Über die persönliche Unterstützung von Politikern freute sich Tamara Lehmann, wenn sie nun daran geht einen Verein zu gründen, um das Projekt auf Deutschland auszudehnen. Sie wünschte sich, Bundeskanzlerin Angela Merkel machte mit, denn diese sei "integer, sie sagt, was sie meint”. Leider aber sei sie mit ihrem Ansinnen schon an einem der Referenten der Kanzlerin gescheitert.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  3. Juni 2006


DasVogler-Quartett beschloss die Kindermusiktage fulminant

VonGeorg Pepl
 
Kassel. Was für ein Ausklang der 2. Nordhessischen Kindermusiktage und der Saison des Kammermusikvereins Kassel! Dabei konnte man vor Beginn des Konzerts im E.on-Gebäude fast befürchten, dass zu viel geboten wird. Gleich drei Giganten standen auf dem Programm: Schubert, Schumann, Beethoven. Das Vogler-Quartett gab dem ganzen Abend eine Spannung wie einem gut strukturierten Musikstück.

AngezogenesTempo und packendes, ja schroffes Spiel waren die Haupteindrücke der ersten Hälfte. Sie brachte Schuberts Quartettsatz c-Moll und das lange Zeit sträflich vernachlässigteStreichquartett F-Dur op. 41/2 von Robert Schumann. Zugute kam die flotte Gangart nicht zuletzt den "verrückten" Rhythmen Schumanns mit ihren gegen den Takt gesetzten Akzenten.

Und dass die Musiker im Finalsatz eine Wiederholung eigenmächtig mit Fermaten ausstatteten und so den gehetzten Verlauf für kurze Zeit zum Stocken brachten, traf den bizarren Humor des Meisters ganz ausgezeichnet. Nach der Pause folgte Beethovens op. 59/1, das erste der Rasumowsky-Quartette. Tim Vogler (1. Violine), Frank Reinecke (2. Violine), Stefan Fehlandt (Viola) und Stephan Forck (Violoncello) intensivierten nun die klangliche Differenzierung, was angemessen war bei diesem großdimensionierten Werk von ungeheurer gedanklicher und emotionaler Fülle.Und sie nahmen sich viel Zeit für den dritten Satz. In seiner Langsamkeit ausgekostet und mit trauerumflortem Klang gespielt, war das "Adagio molto e mesto" der ergreifende Höhepunkt des Abends.

Für das überlegt wie überlegen musizierende Ensemble gab es von den 170 Zuhörern riesigen Beifall – auch eine Bestätigungfür die wichtige Arbeit des Kammermusikvereins. Mit Mendelssohns früher g-Moll-Fuge blickte die Zugabe auf die Kindermusiktage zurück. Sie sollen fortgesetzt werden.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  2. Juni 2006


Beim Schülerkonzert der Nordhessischen Kindermusiktage
im E.on.-Gebäude ging's um Musik und Bewegung

Von Werner Fritsch


Kassel. Eine Befragung der Uni Kassel am Friedrichsgymnasium hat es bestätigt: Schüler entwickeln vor allem dann Spaß an klassischer Musik, wenn sie selbst ein Instrument spielen oder in anderer Form aktiv werden. So gesehen, hat das Schülerkonzert der Nordhessischen Kindermusiktage in der E.on vermutlich bei einer großen Zahl von Schülern Positives bewirkt.

Denn es gehört zum Kon­zept der von Dr. Tamara Leh­mann (Kammermusikverein Kassel) organisierten Tage, dass möglichst viele Schüler jeden Alters beteiligt werden. Und sie sollen mit Musik in bester Qualität in Kontakt kommen. Dafür standen auch in diesem Jahr die Profis des Berliner Vogler-Quartetts, ei­nes der renommiertesten deutschen Streichquartette.

Tanz zu einer Fuge von Felix Mendelssohn: Die Klasse 3a der Grundschule Elgershausen.  (Foto: Schachtschneider)





Tanz zu einer Fuge von Felix Mendelssohn:
Die Klasse 3a der Grundschule Elgershausen.

(Foto: Schachtschneider)

Zuerst spielten sie den ers­ten Satz des Ravel-Quartetts. Wie gut die innere Dramatur­gie dieser Musik zum Grimm-Märchen "Fundevogel" passt, zeigte die Klasse 4c der Bauna­taler Friedrich-Ebert-Schule (Leitung: Daniela Sobottka, Steffi Meyerrose) mit ihrer pantomimischen Darstellung.
Vier Schülerinnen der Ja­cob-Grimm-Schule hatten für die Klasse 3a der Grundschule Elgershausen eine Szene "Fe­lix und die Fuge" geschrieben. Darin wird gezeigt, wie eine Fuge funktioniert und wie der zwölfjährige Felix Mendels­sohn sich mithilfe seiner Schwester Fanny abmüht, eine solche Fuge zu kompo­nieren. Abschließender Höhe­punkt der von Alexandra Beck geleiteten Aufführung war ein Gruppentanz mit farbigen Bändern zu der vom Vogler-Quartett gespielten "fertigen" Fuge g-Moll.

Zwei Schülerensembles konnten dann die Musiker des Vogler-Quartetts als promi­nente Mitspieler in ihren Rei­hen begrüßen.Zuerst der Musikkurs der Jahrgangsstufe 9 des Lichtenberg-Gymnasiums(Leitung: Hildegard Hirosawa) beim "Perpetuum mobile" von Johann Strauß. Dann das Orchester des Wilhelmsgym­nasiums (Leitung: Christopher Hilmes) beim "Rüpeltanz" ausMendelssohns "Sommernachtstraum" und bei Dvoraks SlawischemTanz Nr. 8. Darbietungen, die zu Recht heftig beklatscht wurden.

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Hessische-Niedersächsische Allgemeine  –  1. Juni 2006

Wenn vier Streicherinnen ein Ensemble werden:Hanna Blazyca, Verena Enkemeier, Katharina Flotho und Charlotte von Weitz (von links) bei den Kindermusiktagen.   (Foto: Fischer)







Wenn vier Streicherinnen ein Ensemble werden: Hanna Blazyca, Verena Enkemeier, Katharina Flotho und Charlotte von Weitz (von links) bei den Kindermusiktagen.
 
(Foto:Fischer)


Der Quartett-Workshop der Kindermusiktage präsentierte im Wilhelmsgymnasium seine Ergebnisse

Von Verena Joos


Kassel. Ein Streichquartett besteht, nüchtern betrachtet, aus zwei Violinen, Viola und Violoncello. Dennoch ist ein Quartett ungleich mehr als die Summe von vier Instrumenta­listen. Zu den technischen Fer­tigkeiten eines jeden Einzel­nen muss sich die Imaginati­onskraft des Zusammenklan­ges gesellen, der Wille und die Fähigkeit, "aus einem Guss zu musizieren".
Balance und Differenzie­rungskunst, Dynamik und Agogik, Rhythmus und Phra­sierung sind hier nicht mehr dem Willen eines Individu­ums unterworfen, sondern Er­gebnis eines gemeinsamen geistigen Übereinstimmungs­prozesses. Das renommierte Vogler-Quartett, sowohl in künstlerischer als auch in pä­dagogischer Hinsicht Meister jener gefragten Übereinstimmung, leitete imRahmen der Nordhessischen Kindermusik­tage einen zweitägigenWork­shop für junge, jüngste und al­lerjüngste Streichquartette, dessen Ergebnisse in einem Vorspielabend im großen Mu­siksaal des Wilhelmsgymnasi­ums präsentiert wurden.
 

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Die 2. Nordhessischen Kindermusiktage mit dem Vogler Quartett, 2006

Hessischer Rundfunk, Fernsehbericht: Hessenschau vom 31.05.2006

Bericht ansehen:     
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Fernsehbericht des hessischen Rundfunks zu den Proben von „Felix und die Fuge“, einem Beitrag der Klasse 4a der Grundschule Elgershausen nach einem Musiktheater einer Projektgruppe eines GK Deutsch der Jahrgangsstufe 12 der Jacob-Grimm-Schule Kassel.

Zum Inhalt: Ausgehend von dem Autographen einer Fuge des 12-jährigen Felix Mendelssohn-Bartholdy, mit Korrekturvorschlägen (wahrscheinlich von seinem Lehrer Carl Friedrich Zelter), wurde von der Projektgruppe die folgende Geschichte erdacht: Felix soll eine Fuge schreiben, was ihm auf Anhieb nicht gelingen will. Sein Lehrer Carl Friedrich Zelter ist zunächst überhaupt nicht mit der Komposition zufrieden und zerreißt das Blatt. Felix Schwester Fanny bringt aus der Kirche die Melodie eines Chorals mit, der als Cantus firmus eingearbeitet wird, und zusammen meistern sie die Aufgabe.
Bei der Umsetzung des Stückes spielen die Musiker den Choral und die Viertklässler singen ihn anschließend. Daraufhin wird die Original-Fuge von den Musikern gespielt und die Kinder tanzen dazu einen mit ihrer Sportlehrerin gemeinsam entwickelten Tanz.
 

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